Pädagogisches Profil - christliche Ausrichtung - soziales Engagement

Pfarrer Johann Friedrich Oberlin (1740-1826) Berufsfindung an der Oberlin >> siehe Startseite

1. Preis für die Evangelische Friedrich Oberlin Fachoberschule: >> Projekt "Schülerleben an der Oberlin"

Das >> Oberlin-Jahr im Überblick

>> Was tut meine Schule für mich? - Gedanken zu den Fördermaßnahmen an der Evangelischen Friedrich Oberlin Fachoberschule

Eine >> pädagogische Exkursion zum St.-Anna-Gymnasium in München

>> Pädagogisches Wochenende des Kollegiums in Algertshausen

 


Unser pädagogisches Leitmotiv lautet:

"Die Schülerinnen und Schüler zur Selbstverantwortung erziehen -
aber nicht sich selbst überlassen."

Die Umsetzung gelingt, weil die Schule klein ist, über eine exzellente Ausstattung verfügt und ein besonders qualifiziertes Lehrerkollegium hat.

Wir bieten >> Fördermaßnahmen im Bereich der Persönlichkeitsbildung, z. B.
Projekt Motivation und Lernstrategien
individuelle psychologische Beratung
Konfliktregelung über Gesprächsbereitschaft ohne Schulstrafen

und im Bereich von Lernschwierigkeiten, z. B.
zusätzlicher Pflichtunterricht in Mathematik und Englisch
Angebot an fachspezifischen Übungs- und Vertiefungsstunden
Praktikumsreflexion.

Als Mitglied der Evangelischen Schulstiftung wollen wir miteinander leben, lernen, glauben im Spielraum christlicher Freiheit.

 

Verleihung des Innovationspreises 2005: "Leben und Lernen an Evangelischen Schulen in Bayern"

>> 1. Preis

Evangelische Friedrich Oberlin Fachoberschule

Projekt "SCHÜLERLEBEN an der Oberlin"

Die Schule hat in Umsetzung ihres pädagogischen Leitmotivs "Zur Selbstverantwortung erziehen - aber nicht sich selbst überlassen" ein Konzept zur differenzierten >> Förderung der Gesamtpersönlichkeit ihrer Schülerinnen und Schüler eingereicht. Es wurde ein vernetztes Diagnose- und Unterstützungssystem entwickelt, das der Verschränkung von fachlichem und persönlichem Bereich in der Entwicklung der Schülerinnen und Schüler Rechnung trägt.
Lernstandstests und gezielte fachliche Förderung werden ergänzt durch lernpsychologische Diagnosemaßnahmen, Lernförderung durch ein eigenes Fach mit dem Namen "Motivation und Lernen" und Angebote zur Überwindung von Lernblockaden und Prüfungsangst. Die Zusammenarbeit mit einer psychologischen Praxis ermöglicht Hilfsangebote ohne die hemmenden Faktoren einer zu engen Involvierung in den Schulalltag.

 

Das Oberlin-Jahr
Die Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Friedrich Oberlin Fachoberschule werden vom Beginn der 11. Klasse bis zur Abschlussprüfung begleitet durch:
unseren Anfangsgottesdienst
unsere Einführungskurse in die >> Fachpraxis
unsere Erste-Hilfe-Kurse
unser Angebot zur >> psychologischen Beratung
unsere Oberlin-Tage
unsere >> Eltern- und Schülerabende
unsere Klassenfahrten/Wandertage
unseren >> Studientag "Reformation"
unser Schulfest "Oberlin goes Xmas"
unseren Weihnachtsgottesdienst
unser Skiwochenende
unser Passionsprojekt
unsere >> Besinnungstage
unseren Ostergottesdienst
unsere besondere Vorbereitung der Abschlussprüfung
unsere Abschlussfeier zur bestandenen Prüfung mit >> Vergabe des Stipendiums
unsere Abschlussandacht

 

Was tut meine Schule für mich? -
Fördermaßnahmen an der Evangelischen Friedrich Oberlin Fachoberschule

"Schule macht krank", titelte die >> SZ am 22.06.2004 und beschrieb einmal mehr Schule als einen Ort emotionaler und intellektueller Grenzerfahrungen für alle Beteiligten.

Anscheinend können Situationen und Erlebnisse in der Schule das Moment einer fast existentiellen Infragestellung oder Beschädigung des Selbstwertgefühles von Schülern und Lehrern in sich tragen. Die Bandbreite der Reaktionen auf diese negativen Erfahrungen erstreckt sich vom Burn-out-Syndrom bei Lehrern bis hin zur völligen Schulverweigerung bei Schülern - und das inzwischen in einer Häufigkeit, die gesellschaftlich auffällig und relevant wird.

Schule ist also ein Ort geworden, an dem sich viele nicht mehr wohl fühlen, obwohl sie Jahre ihres Lebens dort verbringen müssen. Hier verdichten sich Probleme, die symptomatisch für unsere Zeit sind und die Politik und Gesellschaft vor schier unlösbare Aufgaben stellen. In vielen pädagogischen und politischen Diskussionen wird aber gerade die Schule aufgefordert diese gesellschaftlichen Defizite durch die Übernahme eines erweiterten Erziehungsauftrages aufzufangen. Damit ist das Problem jedoch keineswegs gelöst, sondern nur verlagert.

Als evangelische Schule in freier Trägerschaft wollen wir uns aber mit diesen dunklen Bildern nicht abfinden und ganz bescheiden versuchen an unserer kleinen Schule eine Atmosphäre zu schaffen, die es erlaubt zu sagen:

"Auf die Evangelische Friedrich Oberlin Fachoberschule bin ich gerne gegangen. Hier wurde ich unterstützt, habe viel gelernt und mich wohl gefühlt."

Wie suchen wir das - vor dem Hintergrund der inzwischen von der politischen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit eingestandenen Mängel bei der Ausbildung und Erziehung unserer Jugend - zu erreichen?

Zunächst indem wir in den vergangenen Jahren sehr aufmerksam beobachtet haben, wo die Herausforderungen und die Gestaltungsmöglichkeiten der Schulart >> Fachoberschule liegen und mit welchen Problemen unsere Schülerinnen und Schüler immer wieder zu kämpfen haben.

Überspitzt formuliert oszillieren typische Kümmernisse zwischen "Mathe kapier' ich sowieso nicht, da hab ich schon in der 9. Klasse keinen Peil gehabt." und "Morgen kann ich die Pädagogik/Psychologie Schulaufgabe unmöglich mitschreiben, weil sich mein Freund von mir getrennt hat." oder "Die letzten drei Mal habe ich in Geschichte gefehlt, weil ich da unbedingt jobben musste." oder "Ich war so müde von der letzten Party, dass ich nicht aufstehen konnte".

Wir sind uns darüber im Klaren, dass dies nicht nur vorgeschobene Erklärungen sind, sondern dass sie die Lebenswirklichkeit der jungen Generation spiegeln und dass wir mit Appellen und Ermahnungen nur wenig erreichen können.

Junge Menschen geraten in einer Lebensphase, die mit ausklingender Pubertät und beginnender Adoleszenz umschrieben wird, oftmals in tiefe Krisen und Gefühlsturbulenzen, denen sie sich hilflos ausgeliefert fühlen. Alleine die Auswirkungen des so oft als harmlos dargestellten Konsums sogenannter weicher Drogen auf die schulischen Leistungen sind verheerend, wie auch >> "Der Spiegel" in einer Ausgabe vom Juli dieses Jahres ausführlich darstellt. Zudem ereignen sich schicksalhafte Begegnungen bis hin zu Eheschließung und Schwangerschaft. So wurden z.B. 2004 drei Schülerinnen unserer Schule Mutter.

Die Bereiche, die heutige Jugendliche belasten, kann man grob in zwei Kategorien einteilen: Defizite bei Lernmethoden und Fachwissen und die Dominanz privater Erlebniswelten und Befindlichkeiten.

Auch die Motivation, mit der Schülerinnen und Schüler aus den unterschiedlichsten Schularten in die 11. Klasse einer Fachoberschule kommen, ist aufschlussreich, z.B. ein Hauptschüler, der die Mittlere Reife über den M-Zug erlangt hat und erstmals eine höhere Schule besucht oder ein Gymnasiast, der die 11. Klasse abgebrochen hat, weil er in Latein nur ungenügende Leistungen erbracht hat oder ein Schüler aus der Wirtschaftsschule, der dort keinen Mathematikunterricht hatte.

Defizite in Kernfächern werden von der Mehrheit der Schüler beklagt, oftmals sind diese Fächer geradezu angstbesetzt. Die Wahl der Ausbildungsrichtung >> Sozialwesen spiegelt dabei eine Art Vermeidungsstrategie, da man sich in dem Irrglauben befindet an der FOS Sozialwesen sei der Mathematik- und Fremdsprachenunterricht weniger anspruchsvoll und die Beherrschung der neuen Medien weniger gefordert.

Die Hoffnung, durch das obligatorische Praktikum dem abstrakten Unterricht entfliehen zu können, ist ein weiterer Beweggrund die Schulart FOS zu wählen.

Gerade das Praktikum erweist sich dann für einige Schüler als eine desillusionierende Erfahrung mit Anforderungen der Berufswelt.

Hinzu kommt, dass in den 11. Klassen die Schüler in kürzester Zeit auf ein gleiches Niveau vor allem in den Fächern Mathematik und Englisch gebracht werden sollen, wobei die reine Unterrichtszeit durch das halbjährige Praktikum, die notwendigen Einführungskurse und die Ferien deutlich reduziert wird.

Gleichzeitig werden in diesen wenigen Unterrichtswochen alle schriftlichen und mündlichen Prüfungen abgehalten. Dies gilt auch für die schon im Monat Mai beginnenden Abschlussprüfungen der 12. Klassen. Um unter diesen Umständen trotz des Leistungsdrucks erfolgreich sein zu können, müssten die Schüler bereits über ein Instrumentarium effizienter Lernmethoden verfügen, was aber leider nicht der Fall ist.

Diese Zusammenschau der Situation unserer Schülerinnen und Schüler ist die Grundlage für die Konzeption unseres >> Fördermaßnahmenkatalogs, der jetzt in Form eines Flyers (im Sekretariat erhältlich) vorliegt.

Ausgehend von dem Gedanken einer Begleitung der Lernenden vom ersten Tag an der Evangelischen Friedrich Oberlin Fachoberschule bis hin zur Verleihung des Abschlusszeugnisses oder vielleicht sogar des Stipendiums wollen wir auf die Bedürfnisse des einzelnen möglichst genau zugeschnittene Unterstützung anbieten zu Themen wie:
   
>> Lernen und Wissenslücken,
>> Motivation und Motivationsblockaden,
Hilfe bei Problemen auf dem Weg in das Erwachsenenleben durch professionelle >> psychotherapeutische Unterstützung,
Hilfe beim Umgang mit Angstfächern wie >> Mathematik,
Vermittlung von auch für Sozialberufe relevanten Skills wie >> EDV.

Eingebettet sind wir in all unseren pädagogischen Bemühungen in unser evangelisches Grundverständnis von Schule.

 

Eine pädagogische Exkursion zum St.-Anna-Gymnasium in München im Schuljahr 2005/06

Logo "Modus 21"Die pädagogische Schulentwicklung in Bayern geht seit 2003 völlig neue Wege - in Form eines Modellversuchs, der unter dem Titel >> "Modus 21" bekannt geworden ist und jeder einzelnen Schule mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung einräumt.

Modus 21 ist ein viel versprechendes Modell, um neue pädagogische Konzepte zu entwickeln, beispielsweise auf den Leistungsstand der einzelnen Schülerinnen und Schüler hin differenzierte Fördermaßnahmen.

Als evangelische Schule in freier Trägerschaft gehört es zum Proprium unseres Profils, weit über die Angebote staatlicher und kommunaler Schulen hinausgehende pädagogische >> Fördermaßnahmen zu entwickeln, die es schwächeren Schüler(inn)en ermöglichen, ihre Leistungen zu verbessern, und den guten Anreize bietet, sich noch weiter zu steigern.

Städt. St.-Anna-Gymnasium in MünchenDas >> Städtische St.-Anna-Gymnasium hat bereits seit mehreren Jahren an Modus 21 teilgenommen und ebenfalls ein mit einem pädagogischen Preis ausgezeichnetes Fördermaßnahmenpaket entwickelt.
Was lag deshalb näher, als sich an diesem - auch durch persönliche Kontakte - der Oberlin verbundenen Gymnasium näher zu informieren. Dankbar haben wir das Angebot der dortigen Schulleitung angenommen, das Lehrerkollegium der Evangelischen Friedrich Oberlin FOS im altehrwürdigen Gebäude von St. Anna mit einer Hausführung zu empfangen und anschließend in zwei Vorträgen die Erfahrungen mit Modus 21 in den Fächern Deutsch und Mathematik erläutert zu bekommen.

Einige Neuerungen gehören an der Evangelischen Friedrich Oberlin FOS zum Standard - wie etwa die Doppelstundenregelung in den Hauptfächern oder der >> Förderunterricht in Problemfächern bereits vor Schuljahresbeginn in den Sommerferien.

Andere finden bei uns offene Ohren, wie etwa der Vorlesungsbetrieb, um durch eigenständiges Aufarbeiten eines größeren Lernpensums an einen zentralen Unterrichtsstil der Universitäten herangeführt zu werden.

Auch die Möglichkeit, themenbezogene fächerübergreifende Projektwochen durchzuführen, hat uns überzeugt und soll an unserer Schule durch ein Projekt nach dem "Bergheimer Modell" umgesetzt werden.

Gemäß unserem Motto, dass wir unsere Schüler/innen "zur Selbstverantwortung erziehen, aber nicht sich selbst überlassen" wollen, sind wir stets offen für neue Ideen, Anregungen und Impulse. Der Nachmittag im Rahmen unserer pädagogischen Schulentwicklung am St.-Anna-Gymnasium hat uns diesbezüglich deutlich bereichert - und zudem einen beeindruckenden Blick auf eine Schule mit Tradition ermöglicht. Vielen Dank, dem stellvertretenden Schulleiter Herrn Königer für den freundlichen Empfang.

 

Pädagogisches Wochenende des Kollegiums in Algertshausen vom 20. bis 21. März 2009

Auch in diesem Schuljahr traf sich das Kollegium der Evangelischen Friedrich Oberlin FOS zu einem gemeinsamen Wochenende im Tagungszentrum des Augustinums in Algertshausen am Ammersee, um sich intensiv mit pädagogischen Fragen zu beschäftigen.

Folgende Themen standen auf der Tagesordnung:
Informationen zur Einrichtung der FOS 13 Klasse Hinweise zum Dienstbetrieb
Fachsitzungen zu den Lehrplänen der FOS 13 Rückblick auf das vergangene Halbjahr
Vortrag Herr Erntl: 'Geldpolitik im Spannungsfeld von Finanzmarktkrise und Rezession'    
       

 

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